Hochzeitsgelübde

Hochzeitsgelübde

30. Juli 2019 Aus Von -

Puh, endlich alles abgearbeitet. 
Catering check, Trauringe check, Hochzeitskleid von Michèle Weiten check.
Alles, was auf der langen Liste der Hochzeitsplanung stand, hat nun einen dicken fetten Haken dahinter.

Doch stop! Was ist das? Oh Gott, das Ehegelübde habe ich noch gar nicht geschrieben.
Und schon bricht der Angstschweiß aus.
Schließlich möchte man seinen über beide Ohren geliebten Partner natürlich mit seinen Worten gerecht werden. 
Also wie fängt man an? Wie genau soll ich all die Worte zurechtlegen, die mir gerade durch den Kopf schwirren, wenn ich an unsere Liebe denke?

Keine Sorge. Es ist eigentlich einfacher als man denkt.
Einfach die folgenden Schritte beachten und einer selbstsicheren Rede mit hochemotionalen und treffenden Worten wird nichts mehr im Wege stehen. 

  1. Brainstorming Denke an deinen Partner. Sammle Charakteristiken, Momente oder Dinge, die dir sofort durch den Kopf schießen. Sei nicht sparsam: Schreibe alles auf. Auch die Dinge, die dich vielleicht manchmal stören oder in den Wahnsinn treiben. Denn wenn du eine Ehe eingehst heißt es schließlich „in guten wie in schlechten Zeiten“ – und da gehören die guten wie die eher nervigen Eigenschaften genauso dazu. 
    Unterstützend kannst du dir die folgenden Fragen stellen:
    Wie habt ihr euch kennengelernt?
    Habt ihr bereits Zukunftspläne?
    Wofür bist du einfach nur dankbar?
    Was bedeutet Liebe für dich und inwiefern verbindest du diese Vorstellung mit deinem Partner?
  2.  The very beginning 
    Damit der Anfang deines Ehegelübdes nicht auch schon das unheilvolle Ende in Form eines traurigen Partners einleutet, solltest du dir unbedingt Gedanken über die einleitenden Worte machen. 
    Stell es dir vor wie in einem Bewerbungsanschreiben. Der erste Satz muss deinen zukünftigen Chef am Haken haben. Und genau so soll es sein. Also weg mit den abermals gehörten „Liebe/r xy, ich liebe dich.“ und her mit mehr kreativem, geistigem Reichtum! 
    Wie wäre es an der Stelle mit einem Satz, einem Insider, der euch beide schon immer zum Schmunzeln gebracht hat? 
    Oder sogar einen Ausschnitt eines Songs, den ihr immer nach Herzenslust im Auto mitgegröllt habt?
  3. Der Hauptteil
    Tja, das haben wir auch schon in der Schule gelernt. Am Besten geht man an dieser Stelle entweder chronologisch vor oder nach Charaktereigenschaften. Möchtest du beispielsweise die Geschichte eures Kennenlernens einbringen, dann verschiebe dies direkt an den Anfang der Rede. Bei den Charaktereigenschaften ist es am besten, diese nach Gewichtung zu ordnen. Was liebst du am allermeisten an deinem Lebensgefährten? Dies erwähnst du dann eher zum Ende hin.
  4.  Humor is key 
    Damit ist eigentlich fast alles gesagt. Humor ist der Schlüssel zum Glück. Also worüber lacht ihr immer wieder? Was bringt euch immer wieder dazu, unaufhörlich zu grinsen? Schreib es auf. Unbedingt!

Ein paar weitere Tipps: 

  • versucht einfach verständlich zu schreiben, verwendet kurze Sätze
  • persönliche Anekdoten und ‚Insider‘ sind schön – aber werdet nicht zu persönlich, denn sonst versteht es außer euch niemand im Saal
  • fertigt Spickzettel an- frei und auswendig gesprochen sind solche Reden natürlich toll, aber wenn man nicht gewohnt ist vor vielen Menschen zu reden und anfängt mit der Stimme zu zittern und zu stammeln, dann hab besser eine kleine Gedankenstütze zur Hand
  • Apropos vortragen: Gib dir Zeit, nur mit der Ruhe. Wenn deine Stimme zu zittern beginnt, was bei solch emotionalen Momenten vollkommen normal ist, dann atme zweimal tief durch und schaue deinen Partner an. Das beruhigt sehr. 
  • begrenzt euch auf ca. 1 DinA 4-Seite
  • spreche dich mit deinem Partner ab: Möchtet ihr ein traditionelles Ehegelübde oder eine etwas andere Form? Im Dialog zum Beispiel?

Und dann: 
Einfach mal loslegen! Der Schreibfluss kommt von selbst! 

Viel Spaß beim Texten!
Euer Michèle Weiten-Team