Glück

Glück

20. März 2019 Aus Von -

Vorsicht: Jetzt wird es philosophisch, pünktlich zum Welttag des Glücks!
Also, heute reden wir nicht über Hochzeiten oder traumhafte Brautkleider, sondern diesesmal hochemotional über Gefühle!

Was bedeutet Glück für dich?
Wann warst du das letzte mal so richtig und unwiderruflich glücklich?
Oder bist du es gerade sogar?

Ist es nicht so, dass gerade jetzt im 21. Jahrhundert das Streben nach Glück einen sehr hohen Stellenwert und immer mehr Interesse bei immer mehr Menschen gefunden hat. So stark wie nie zuvor setzen wir uns mit den oben gestellten Fragen auseinander, lesen mit viel Enthusiasmus Bücher wie „Das Café am Rande der Welt“ und lassen uns über den Sinn des Lebens und die damit zusammenhängende Glücksfindung aufklären.
Kurz nachdem ich mit den Recherchen für diesen Text begann, wurde mir recht schnell klar, dass dieses Thema so unheimlich ausgeprägt und vielfältig ist, wie es mir keinen anderen Vergleich zulässt. Manche Menschen macht Geld glücklich, eine bestimmte Person, oder die Schokolade von nur der einen Marke mit Nüssen! Darauf könnte man genauer eingehen, die Dinge ausdiskutieren und erörtern. Doch das haben bereits andere Artikel für uns durchgekaut und sind, so leid es mir tut, zu keinem Fazit gelangt.
(Entschuldigung an dieser Stelle an alle vorherigen Autoren, die sich mühseelig und ausgiebig mit diesem Thema befasst haben!)
Denn: Glück ist unfassbar vielseitig. Wir können Glück in allem finden und das ist von Person zu Person ganz unterschiedlich.
Einleuchtend und recht allgemeingültig erschien mir dennoch das Prinzip der „malowschen Bedürfnishierachie“:
Sie besteht aus fünf Stufen
– physiologische, sicherheitliche, soziale, individuelle Bedürfnisse und zu guter Letzt die Selbstverwirklichung.
Im Laufe des Lebens arbeiten wir uns von unten nach oben, d. h. zuerst erfüllen wir unsere physiologischen Grundbedürfnisse wie Atmen, Essen, Trinken und Schlafen. Sobald diese erfüllt sind, wollen wir die nächste Bedürfnisstufe decken. Wir wollen unsere Gesundheit, die Familie, den Job und das Eigentum sichern. Ist diese Ebene erfüllt, treten soziale Bedürfnisse wie Anschluss, Liebe und Intimität in den Vordergrund. Wenn dies abgehakt ist, streben wir nach Individualbedürfnissen, z. B. Stärke, Erfolg, Ansehen, Wertschätzung. An der Spitze stehen Selbstverwirklichung, Kreativität und Wachstum.
Einleuchtend? Einleuchtend.
Angenommen, dass uns gesundheitlich wenig bis nichts fehlt, wir in einem ökonomisch starkem Land leben, vielleicht einen eigenen Haushalt führen und sozial soweit aufgeklärt und involviert sind, dass wir ein paar Freunde und als Kirsche auf der Torte auch noch einen liebevollen Partner an der Seite haben, dann wäre doch alles tip top, oder? Dann sind wir auf der Pyramide ja schon auf die dritte Stufe hochgeklommen. Dann sind wir vom absoluten Glück ja nicht weit entfernt.
So scheint es.
Aber je länger ich dann doch drüber nachdenke, ist dem eben nicht so.
Hat man, wenn man die letzte Stufe, also die Selbstverwirklichung erreicht hat, also den Endboss besiegt und ist von dort an unabbringlich einfach nur glücklich?
Das wirkt utopisch. Und das ist es auch.
Das bedeutet aber immer noch nicht, dass das Glück ständig da ist. Es ergibt sich aus der Wechselwirkung zwischen Glück und Unglück. Und das kennt ein jeder von uns.
Wie oft ist es uns bereits im Leben passiert, dass man durch die scheinbare Hölle gegangen ist? Aber wenn man es geschafft hat, den Berg erklommen hat, den Stein aus dem Weg räumte und die Achterbahn wieder rauf fuhr, konnte man sich vor der Welle der Endorphine und Dopamine nicht schützen? Man wurde von ihr hinweggetragen, bis man wieder ans Ufer gespült wurde und seinen Weg eben fortsätzte. Genau so scheint es mir. Genau das ist es einfach. Das Überkommen des Unglücks ist das Glück.
Die Reise des Lebens, der unebene Weg, den wir bestreiten, ist das eigentliche Glück.
Der Weg ist das Ziel. Und das Ziel ist das Glück. Das ist unser Antrieb. Das ist die Motivation hinter allem was wir sind und was wir tun. The pursuit of happiness, das Streben nach Glück.
Das ist unser aller Motor, oder?
Und dann sind wir selbst der Motor. Wir suchen nach Glück, auf unserem Weg finden und verlieren wir es immer wieder, wollen es irgendwie halten, damit es nicht wieder entwischt. Wir selbst versuchen dafür zu sorgen, dass es immer da ist.
Denn wie Appius Claudius Caecus zur Zeit der Römer schon sagte:

Jeder ist seines Glückes Schmied!
Du bist für dein eigenes Glück verantwortlich.

P.S: *räusper* Was aufjedenfall IMMER glücklich macht, ist ein Kleid von Michèle Weiten. Nur so, falls Ihr es nocht nicht wusstet. Bald ist Sample Sale. Designer-Brautkleider zum Schnapperpreis.

P.P.S: Entschuldigt die Eigenwerbung! Wir wünschen euch einen wunderbaren Welttag des Glücks ihr Lieben!